ÜBER MICH
Mein liebstes Element ist das Wasser - am besten gefroren - und in weiss - an einem steilen Hang...
Persönliches:
Geburtstag: 05.12.1993
Kader: Nationalmannschaft
Skiclub: Engelberg
Hobbies: Windsurfen, Golf, Lesen
Ich war ein Jahr alt, als meine Geschwister mich das erste Mal auf Ski stellten und ein Jahr später konnte man es schon als fahren bezeichnen. Seit damals habe ich unzählige Stunden auf den Bergen rund um Engelberg und inzwischen auf der ganzen Welt verbracht.
Als junges Mädchen fuhr ich meine ersten Animations- und JO-Rennen. Mein persönlicher Höhepunkt fand jedoch jede Saison ganz zum Schluss im Zeichen der Migros Grand Prix Finalrennen statt, die ich sieben mal gewinnen konnte! Mit 15 Jahren wechselte ich vom Untergymnasium der Stiftsschule Engelberg in die Sportmittelschule und fuhr meine ersten FIS-Rennen. Es war eine tolle erste FIS-Saison, worauf jedoch drei von verschiedenen Verletzungen geprägte Jahre folgten. Nachdem ich die Sportmittelschule Engelberg im Juni 2012 mit der Matura abgeschlossen hatte, durfte ich mein Hobby zu meinem Beruf machen. Im Winter 2012/13 fuhr ich meine ersten Weltcuprennen und schaffte in den folgenden Jahren den grossen Schritt in Richtung Weltspitze im Slalom mit vielen Top Ten Plätzen. Seitdem bereise ich mit meinen Ski und meinem Team den Globus.
Im Dezember 2016 schaffte ich mit dem 2. Rang in der alpinen Kombination in Val d'Isère mein erstes Weltcup-Podest. An den Weltmeisterschaften in St. Moritz folgte mit der Silbermedaille in der Alpinen Kombination der absolute Höhepunkt meines Winters. Zusammen mit Wendy Holdener einen Doppelsieg an unserer Heim-WM zu feiern war für uns beide unglaublich emotional und wunderschön. Ein weiterer Meilenstein dieser Saison 16/17 waren meine ersten Weltcup-Abfahrten. In Val d'Isère fuhr ich mit Startnummer 51 auf Anhieb als 7. in die Top Ten, was nicht nur mich selbst überraschte. Mit dem 8. Rang an der WM in St. Moritz und dem 12. Rang auf der Olympiastrecke in Jeongseon/Pyeongchang in Südkorea konnte ich meine Fähigkeiten bestätigen.
Als ich ein Jahr später die Reise nach Südkorea in Angriff nahm, hatte ich grosse Erwartungen. Meine Vorfreude war riesig und ich genoss jede einzelne Fahrt während den Olympischen Spielen sehr. Es war genial, in vier Disziplinen am Start stehen zu dürfen und in der Alpinen Kombination durfte ich dann zwei annähernd perfekte Fahrten zeigen! Ich war Olympiasiegerin. Während der ganzen Saison konnte ich auf allen Strecken und bei verschiedensten Bedingungen mit den Besten mithalten und fuhr konstant in die Top 10. So beendete ich die Weltcup-Saison 2017/18 auf dem 7. Rang in der Gesamtwertung, wurde 4. im Super-G Diziplinen-Weltcup und 6. in der Abfahrt.
Die Saison 2018/19 startete optimal mit vielen Podestplätzen und Toprangierungen. Leider erlitt ich in Garmisch-Partenkirchen einen Knorpelschaden und musste operiert werden. Nach der Reha startete auch die Saison 2019/20 mit Bestresultaten im Riesenslalom (4. Rang in Killington) und Slalom (6. Rang in Levi, erstes Podest in dieser Disziplin in Lienz). Auch in der Abfahrt durfte ich in Zauchensee wieder einen Podestplatz feiern und schloss die Saison auf dem 8. Rang im Gesamtweltcup ab.
Die Saison 2020/21 war meine bisher allerbeste Saison. Ich durfte noch vor Jahresende meinen ersten Weltcupsieg feiern. Am Semmering zauberte ich zwei superschnelle Läufe in den Schnee und gewann den Slalom. In Kranjska Gora konnte ich mir zudem einen Kindertraum erfüllen und meine ersten beiden Riesenslalompodestplätze feiern. Ich bin neben Vreni Schneider und Maria Walliser die einzige Schweizerin, welche in allen Disziplinen ein Weltcuppodest erreicht hat. An der WM in Cortina d'Ampezzo gewann ich die Bronze Medaille in der Alpinen Kombination und durfte auch in Super-G und Abfahrt mit Topresultaten glänzen. Der dritten Rang in der Weltcup Gesamtwertung war hart erkämpft und ich bin sehr stolz darauf.
Die Saisonvorbereitung 21/22 wurde durch das Pfeiffer'sche Drüsenfieber komplett verunmöglicht. Erst Mitte September konnte ich erstmals ein paar Schwünge im Schnee absolvieren. Die Podestplätze in drei Disziplinen und die vielen Top Ten Rangierungen in allen Disziplinen sind daher alles andere als selbstverständlich. Mit einer Gold- und Bronzemedaille von den Olympischen Spielen in Beijing zurückzukehren ist einfach nur genial. Tausend Dank an dieser Stelle an alle, die mich so herzlich unterstützten in dieser verrückten Zeit.
Nach 14 Jahren mit Rossignol entschied ich mich im Frühling 2022 für einen Markenwechsel. Ich freute mich riesig auf die neue Herausforderung mit meinem neuen Material von Salomon. Das Sommertraining verlief zwar bereits besser als im Vorjahr, die Folgen der Erkrankung waren aber noch immer spürbar. Weitere Kleinigkeiten führten zu einer nicht optimalen Vorbereitung. Gepaart mit der noch nicht ganz soliden Basis auf den neuen Ski startete ich nicht wie gewünscht in die neue Rennsaison. Es wurde ein sehr intensiver Winter, in dem ich an 38 Weltcuprennen und 4 WM Rennen am Start war. Bis zum Schluss konnte ich mich über eine gelungene Super-G Saison und auch einige gute Resultate in Slalom und Abfahrt freuen. Voller Elan startete ich in die neue Vorbereitung, mit dem Wissen, die ganze Erfahrung des letzten Jahres mitzunehmen.
Meine Erwartungen im Slalom waren nach einer schwierigen Saison tief, ich fuhr nach Levi mit dem Gedanken, dass dies meine letzten Slalom Weltcuprennen sein könnten. Nach zwei soliden Resultaten entschied ich mich dazu, auch am Wochenende danach in Killington im Slalom zu starten. Mit dem sechsten Rang lancierte ich eine unglaubliche und überraschende Slalomsaison. Ich fuhr sowohl in Lienz, wie auch in Are auf das Podest und war den restlichen Winter in jedem Rennen unter den besten Zehn. Im Riesenslalom fand ich nie ganz den Tritt und konnte leider keine Konstanz mehr aufbauen. Ich hatte zwar vereinzelt gute Rennen, mehr als ein guter zwölfter Platz gelang mir aber in keinem Riesenslalomweltcup. In den Speeddisziplinen jedoch konnte ich mich Schritt für Schritt der Weltspitze annähern. Wegen einem heftigen Sturz in Cortina d’Ampezzo mit starker Knochenprellung am Schienbein verpasste ich einige Wettkämpfe und brauchte anschliessend ein paar Fahrten um das Vertrauen wiederzufinden. Beim Weltcupfinale in Saalbach-Hinterglemm fand ich meine volle Überzeugung und fuhr neben dem Slalom auch im Super-G und in der Abfahrt unter die besten Zehn der Welt und beendete in der Disziplinenwertung meine Slalomsaison auf dem unglaublichen vierten Rang.
Aufgrund dieser sehr guten Saison, die nur durch den Sturz ein wenig beeinflusst wurde, wollte ich nochmals alles für meinen grossen Traum des Gesamtweltcups geben. Im Spitzensport wie auch im normalen Leben kann man jedoch leicht über das Ziel hinausschiessen. Trotz immer geringerer Motivation pushte ich mich mit grosser Disziplin in jedem Training, sowohl im Kraftraum, wie auch auf dem Schnee. Leider holte mich im November 2024 der mentale und emotionale Effort, den ich all die Jahre geleistet hatte, ein und ich geriet in eine negative Abwärtsspirale. Diese zu erkennen dauerte ein wenig zu lange und somit kämpfte ich mich durch die Rennsaison. Meine Resultate waren weit weg von den vorherigen Wintern doch ich konnte mich mit viel Willenskraft unter den besten 25 Athletinnen der Welt im Super-G und in der Abfahrt halten.
Mitte Januar 2025 entschloss ich mich an meinem Lieblingsslalomrennen in Flachau nach 103 Weltcupslalomstarts, 45 Top Ten Plätzen, neun Podiumsrangierungen und einem Sieg zum letzten Mal in dieser Disziplin an den Start zu gehen. Es war sehr emotional und ich genoss es, nochmals einen letzten Wettkampf als Allrounderin zu bestreiten.
In Zukunft liegt der Fokus auf den Speeddisziplinen und ich freue mich auf die Herausforderung und Chance meine ganze Energie bündeln zu können.
Neben dem Skifahren ist das Windsurfen im Sommer meine Leidenschaft. Beim Lesen oder bei einer Golfrunde mit meiner Familie kann ich mich zuhause in Engelberg am besten erholen.
Meine grössten Erfolge:
- Zweifache Olympiasiegerin Alpine Kombination, PyeongChang 2018 und Beijing 2022
- Bronze Medaille Super-G, Olympische Spiele Beijing 2022
- Vizeweltmeisterin Alpine Kombination, St. Moritz 2017
- Bronze Medaille Alpine Kombination, WM Cortina d'Ampezzo 2021
- 21 Podestplätze in allen Disziplinen im FIS Weltcup; davon ein Sieg (Slalom)
- 114 Top Ten Rangierungen in allen Disziplinen im FIS Weltcup
- Gesamt- und Slalom-Europacupsiegerin Saison 2013/14
- Vize-Juniorenweltmeisterin Slalom, Québec Februar 2013
- weitere Resultate auf www.fis-ski.com



